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DFB-Elf: Mühsamer Sieg in Luxemburg

Verantwortlicher Autor: Markus Faber Luxemburg (LUX), 15.11.2025, 00:26 Uhr
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Luxemburg (LUX) [ENA] Die deutsche Nationalmannschaft hat sich vor 9214 Fans im Stade de Luxembourg eine gute Ausgangsposition für das finale Spiel in der WM-Qualifikation erspielt. Das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann erkämpfte sich einen 2:0 (0:0)-Auswärtssieg in Luxemburg und geht als Tabellenführer in das direkte Duell um den Gruppensieg mit der Slowakei am Montag. Woltemade mit Doppelpack erfolgreich.

Nick Woltemade erzielte seine Länderspieltore zwei (49.) und drei (69.) und entschied die mühsame Partie in Luxemburg für die deutsche Auswahl. Im Parallelspiel siegte die Slowakei spät gegen Nordirland und bleibt somit punktgleich in der Tabelle hinter Deutschland auf dem zweiten Rang. Nagelsmann änderte seine Startformation im Vergleich zum letzten Länderspiel in Nordirland auf drei Positionen. Zwischen den Pfosten startete wieder Oliver Baumann. Von rechts nach links bildeten zu Beginn Ridle Baku, Kapitän Jonathan Tah, Waldemar Anton und David Raum die Abwehrreihe. Davor starteten Aleksandar Pavlović und Leon Goretzka im zentralen Mittelfeld.

Das Offensivtrio aus Leroy Sané, Serge Gnabry und Florian Wirtz sollte für Wirbel im gegnerischen Strafraum sorgen. In der Sturmspitze komplettierte Woltemade das 4-2-3-1-System des DFB-Teams. Die Gastgeber hatten sich sichtlich viel vorgenommen für das Duell mit dem großen Nachbarland. Von Beginn an liefen die Luxemburger das deutsche Aufbauspiel an und erschwerten es dem DFB-Team, ins Spiel zu finden. Nach einem Ballgewinn bediente Goretzka den mitlaufenden Wirtz, der aus 16 Metern erstmals an Anthony Moris im Gastgeber-Tor scheiterte (9.). Zwei Minuten später hatten die Luxemburger die beste Chance bis dahin. Leandro Barreiro dribbelte sich bis an die Grundlinie und legte zurück auf Danel Sinani, der aus kurzer Distanz das Tor verfehlt.

Die Hausherren zeigten sich auf nach der Anfangsphase offensivhungrig. Aiman Dardari zog vor der Strafraumkante in die Mitte und setzte den Ball nur wenige Zentimeter neben den deutschen Pfosten (18.). In der 21. Minute musste Baumann mit einer Parade glänzen, Sinani hatte nach Barreiro-Vorlage das rechte Eck anvisiert. Die Deutschen wurden das nächste Mal über Gnabry gefährlich, der eine Klärungsaktion mit einem Direktschuss beantwortete, jedoch nur Woltemade abschoss. Sein Nachschuss zischte am Tor vorbei (26.). Zwei Minuten darauf probierte Wirtz einen Sololauf, setzte seinen Abschluss allerdings zu hoch an. Vor der Pause wurde das DFB-Team aktiver, trotzdem ging es Torlos für die Teams in die Kabinen.

Mannschaftsfoto
Nagelsmann
Woltemade Torjubel

Nach dem Seitenwechsel versuchte Luxemburg wieder, die Deutschen früh zu stören. Jedoch beendete das DFB-Team schnell das Warten auf das erste Tor des Spiels. Einen langen Ball nahm Sane auf Rechtsaußen gut mit und bediente in der Strafraummitte Woltemade, der gegen Moris Laufrichtung zur deutschen Führung einschoss (49.). Doch Luxemburg ließ sich von dem Rückstand nicht verunsichern und kam durch Dardaris Schlenzer zur nächsten Torchance (52.). Anschließend wurde es hitzig: Nach einem Zweikampf zwischen Goretzka und Barreiro forderte die Luxemburger Bank die zweite Gelbe Karte für den Deutschen, Schiedsrichter John Brooks musste die Situation beruhigen. Goretzka wurde danach ausgewechselt, Felix Nmecha kam in die Partie (54.).

Deutschland übernahm zunehmend die Spielkontrolle, jedoch ohne sich Tormöglichkeiten zu erarbeiten. Stattdessen köpfte Christopher Martins eine Flanke aus wenigen Metern neben den Kasten (65.). Kevin Schade war der zweite Joker der deutschen Bank, für ihn machte Gnabry Platz (66.). Und plötzlich ging es ganz schnell. Wieder eröffnete ein langer Ball Raum für Sane, der die Kugel auf der rechten Seite festmachte und schließlich auf Baku abgab. Der bediente den einlaufenden Woltemade, der den Keeper überlupfte und seinen Doppelpack schnürte (69.).

In der 78. Minute sorgte Sane noch einmal für Gefahr im Strafraum der Gastgeber. Mit viel Raum gegen aufgerückte Luxemburger setzte er zum Tanz an, verzog aber seinen Schuss über das Gehäuse. Im Anschluss wechselte Nagelsmann zum letzten Mal und brachte Jamie Leweling sowie Malick Thiaw, der sein Pflichtspieldebüt gab, für Sane und Tah ins Spiel (79.). Deutschland spielte den Vorsprung souverän runter, Nmecha feuerte in der Nachspielzeit noch einen gefährlichen Schuss aufs Tor, den Moris aber über die Latte faustete (90.+1).

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